Biografisches

Seit 2006 bin ich Mitglied im Landesvorstand der Grünen in Nordrhein-Westfalen und arbeite dort vor allem zu den Themen Kinder und Familien, Sozialpolitik, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und Europa. Kurzum: Ich engagiere mich für eine gerechte, solidarische, weltoffene und nachhaltige Gesellschaft.

Politisches

Seit meiner Kindheit und Jugend bin ich den unterschiedlichsten Zusammenhängen aktiv gewesen: von der katholischen Gemeindearbeit in meinem Geburtsort Troisdorf-Spich über schulische SV-Arbeit bis hin zu Aktivitäten in der Friedensbewegung in Deutschland und Frankreich gegen die Kriege in Afghanistan und Irak. 1999 bin ich bei den Grünen eingetreten und habe für meine Heimatstadt Troisdorf gearbeitet: als Mitglied im Vorstand der Troisdorfer Grünen, als Pressesprecher der Stadtratsfraktion und vor allem als Mitglied im städtischen Sozialausschuss. Für die städtische Drogenberatungsstelle, für ein islamisches Gräberfeld auf dem städtischen Friedhof, Veranstaltungen zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft oder gegen die Betonierung städtischer Freiflächen: die Zeit in der aktiven Kommunalpolitik war spannend und vielfältig.

Für ein Grünes NRW

Die bis jetzt prägendste politische Zeit verbrachte ich ab 2001 in der GRÜNEN JUGEND NRW, der Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen im größten Bundesland. Seiner Zeit mit etwa 700 Mitgliedern in NRW noch ein zartes Pflänzchen, zählt die GJ mittlerweile über 2.500 Mitglieder. 2001 wurde ich in den Landesvorstand gewählt und habe zusammen mit vielen engagierten Junggrünen und anderen Verbänden Kampagnen initiiert, Demos vorbereitet und in etlichen Seminaren, Workshops und Kongressen Ideen für eine bessere Welt entwickelt. Mein Schwerpunkt – gerade in der Debatte nach den PISA-Studien – lag eindeutig in der Bildungspolitik, gegen die Einführung jeder Art von Studiengebühren und für mehr Mitbestimmung von Jugendlichen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Die Grüne Jugend ist seit dieser Zeit eng mit meiner politischen Arbeit verbunden und wird es immer bleiben. Die Verbindung von  radikaler Gesellschaftskritik mit politischen Visionen und Bewusstseinsveränderung bestimmt bis heute mein politisches Konzept.

2006 – nach dem Verlust der Regierungsmehrheiten in Bund und Land – wurde ich Mitglied des Landesvorstandes der NRW-Grünen. Opposition bedeutete für uns, wieder neue Aktionsformen auf der Straße auszuprobieren und programmatische Debatten anzustoßen. Wichtig war mir dabei immer die Förderung von Gerechtigkeit und Vielfalt in der Bildungs-, Sozial- und Familienpolitik. Mit Instrumenten gegen Kinderarmut in Form von Kindergrundsicherung und einer Kita als Regeleinrichtung im Bildungssystem stehen wir am Anfang einer innerparteilichen Diskussion, ebenso mit dem Instrument „Familienvertrag“, das allen Familienformen und Lebensentwürfen Förderung und Rechtssicherheit geben soll. Diese Diskussionen werden weitergehen.

Studium und Beruf

Nach dem Abitur 1999 hat es mich zunächst in die „schönen Künste“ gezogen und ich habe angefangen, Germanistik, Romanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften zu studieren. Relativ schnell wechselte ich dann aber doch ins Politisch-Soziale – auch wissenschaftlich. An der Universität zu Köln habe ich Politische Wissenschaften, Pädagogik und Französisch studiert und 2006 als M.A. (Magister Artium) abgeschlossen. Schwerpunkt meines Studiums war das Politische System der Europäischen Union und der EU-Verfassungsvertrag, um den auch meine Examensarbeit kreiste. 2002/2003 konnte ich als Stipendiat der Französischen Regierung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein wunderbares Studienjahr in Aix-ex-Provence im Süden Frankreichs verbringen, das mich sehr geprägt hat – und meine Begeisterung für Europäische Integration und Frankreich im speziellen auch praktisch genährt hat.

Nach dem Studium habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Kerstin Müller MdB – damals Staatsministerin im Auswärtigen Amt – deren Wahlkreisbüro in Köln geleitet. 2007 folgte dann der Schritt in die kommunale Verwaltungspraxis: als Trainee beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) habe ich einen breiten Einblick in regionale Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung bekommen – der LVR ist der regionale Dienstleister der Städte, Gemeinden und Kreise im Rheinland in den Bereichen Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheit und regionale Kulturförderung. Seit 2009 koordiniere ich dort als Personalentwickler u.a. das Betriebliche Gesundheitsmanagement.

Politische Vita in aller Kürze

Seit 2006 – Mitglied im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
2010 – Gründungsmitglied des „Institut Solidarische Moderne e.V.“
2005/2006 – Mitglied im Landesvorstand der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) NRW
Seit 2005 – Mitglied im Kuratorium der „Stiftung Leuchtfeuer“ zur Förderung von Bildung und Erziehung
2002-2005 – Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW
2001/2002 – Mitglied im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND NRW
1999-2002 – Kommunalpolitik in Troisdorf, u.a. Mitglied im Grünen Ortsvorstand, Pressesprecher der Stadtratsfraktion und Mitglied im städtischen Sozialausschuss