Biografisches

Seit 2010 bin ich Vorsitzender der GRÜNEN NRW und setze mich für eine gerechte, solidarische, weltoffene und nachhaltige Gesellschaft ein. Ich will einen Politikwechsel, damit unsere Demokratie und offene Gesellschaft gestärkt werden, alle an unserem Wohlstand teilhaben können und der dringend notwendige Klimaschutz nicht wieder nationalen Eigeninteressen geopfert wird. Dieses Engagement möchte ich nun im Deutschen Bundestag fortsetzen. Für die Menschen in NRW und für meinen Wahlkreis im Kölner Südwesten.

Für ein Grünes NRW

2006 – nach dem Verlust der Grünen Regierungsmehrheiten in Bund und Land – wurde ich Mitglied des Landesvorstandes der NRW-Grünen. Opposition bedeutete für uns, wieder neue Aktionsformen auf der Straße auszuprobieren und programmatische Debatten anzustoßen. Wichtig war mir dabei immer die Förderung von Gerechtigkeit und Vielfalt in der Bildungs-, Sozial- und Familienpolitik. Nach der Abwahl von Schwarz-gelb 2010 durfte ich das spannende Experiment einer Minderheitsregierung an führender Stelle begleiten, das auch eine Öffnung des Denkens und Handelns im Parlament mit sich brachte. 2012 wurde unser Engagement belohnt, Rot-Grün erhielt bei der außerplanmäßigen Landtagswahl eine eigene Mehrheit. Seitdem haben wir an der Seite der SPD viel zum Positiven bewegt in NRW, aber zur Fortführung der Koalition hat es 2017 leider nicht gereicht. Auch das ist Demokratie, Regierungswechsel gehören dazu.

Jugendarbeit, die (etwas) bewegt

Die bis jetzt prägendste politische Zeit verbrachte ich ab 2001 in der GRÜNEN JUGEND NRW, der Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen im größten Bundesland. Seiner Zeit mit etwa 700 Mitgliedern in NRW noch ein zartes Pflänzchen, zählt die GJ mittlerweile über 2.500 Mitglieder. 2001 wurde ich in den Landesvorstand gewählt und habe zusammen mit vielen engagierten Junggrünen und anderen Verbänden Kampagnen initiiert, Demos vorbereitet und in etlichen Seminaren, Workshops und Kongressen Ideen für eine bessere Welt entwickelt. Mein Schwerpunkt lag in der Bildungspolitik, gegen die Einführung jeder Art von Studiengebühren und für mehr Mitbestimmung von Jugendlichen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Die Grüne Jugend ist seit dieser Zeit eng mit meiner politischen Arbeit verbunden und wird es immer bleiben. Die Verbindung von radikaler Gesellschaftskritik mit politischen Visionen und konkreten Veränderungen bestimmt bis heute mein politisches Konzept.

Studium und Beruf

Nach dem Abitur 1999 hat es mich zunächst in die „schönen Künste“ gezogen und ich habe angefangen, Germanistik, Romanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften zu studieren. Relativ schnell wechselte ich dann aber doch ins Politisch-Soziale – auch wissenschaftlich. An der Universität zu Köln habe ich Politische Wissenschaften, Pädagogik und Französisch studiert und 2006 als M.A. (Magister Artium) abgeschlossen. Schwerpunkt meines Studiums war das Politische System der Europäischen Union und der EU-Verfassungsvertrag, den ich für meine Examensarbeit intensiv analysiert habe. 2002/2003 konnte ich als Stipendiat der Französischen Regierung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein wunderbares Studienjahr in Aix-ex-Provence im Süden Frankreichs verbringen, das mich sehr geprägt – und meine Begeisterung für Europäische Integration und Frankreich im speziellen auch praktisch genährt hat.

Nach dem Studium habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Kerstin Müller MdB – damals Staatsministerin im Auswärtigen Amt – deren Wahlkreisbüro in Köln geleitet. 2007 folgte dann der Schritt in die kommunale Verwaltungspraxis: als Trainee beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) habe ich einen breiten Einblick in regionale Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung bekommen – der LVR ist der regionale Dienstleister der Städte, Gemeinden und Kreise im Rheinland in den Bereichen Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheit und regionale Kulturförderung. Später koordinierte ich dort als Personalentwickler u.a. das Betriebliche Gesundheitsmanagement.

Engagement von Kindheit an

Seit meiner Kindheit und Jugend bin ich den unterschiedlichsten Zusammenhängen aktiv gewesen: von der katholischen Gemeindearbeit in meinem Geburtsort Troisdorf-Spich über schulische SV-Arbeit bis hin zu Aktivitäten in der Friedensbewegung in Deutschland und Frankreich gegen die Kriege in Afghanistan und Irak. 1999 bin ich bei den Grünen eingetreten und habe für meine Heimatstadt Troisdorf gearbeitet: als Mitglied im Vorstand der Troisdorfer Grünen, als Pressesprecher der Stadtratsfraktion und vor allem als Mitglied im städtischen Sozialausschuss. Für die städtische Drogenberatungsstelle, für ein islamisches Gräberfeld auf dem städtischen Friedhof, Veranstaltungen zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft oder gegen die Betonierung städtischer Freiflächen: die Zeit in der aktiven Kommunalpolitik war spannend und vielfältig.

Politische Vita in aller Kürze

Januar 2017 – Nominierung als Bundestags-Direktkandidat für den Wahlkreis Köln II (Innenstadt Süd, Lindenthal, Rodenkirchen)
Dezember 2016 – Nominierung für den Deutschen Bundestag, Platz 4 der NRW-Landesliste
Seit 2010 – Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
2006-2010 – Mitglied im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
2010 – Gründungsmitglied des „Institut Solidarische Moderne e.V.“
2005/2006 – Mitglied im Landesvorstand der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) NRW
Seit 2005 – Mitglied im Kuratorium der „Stiftung Leuchtfeuer“ zur Förderung von Bildung und Erziehung
2002-2005 – Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW
2001/2002 – Mitglied im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND NRW
1999-2002 – Kommunalpolitik in Troisdorf, u.a. Mitglied im Grünen Ortsvorstand, Pressesprecher der Stadtratsfraktion und Mitglied im städtischen Sozialausschuss