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	<title>Sven Lehmann &#187; Sozialstaat</title>
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	<description>Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen</description>
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		<title>Unwürdige Blockade auf dem Rücken der Ärmsten!</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 19:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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		<description><![CDATA[Pressemitteilung Zum Scheitern der Hartz-IV-Verhandlungen im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat erklärt Sven Lehmann, Landesvorsitzender der GRÜNEN NRW: &#8220;Die Bundesregierung hat das Existenzminimum der Ärmsten in dieser Gesellschaft zur Basarware gemacht. Sie hatte nie wirklich Interesse, die Hartz IV-Regelsätze verfassungskonform und armutsfest zu gestalten. Die FDP war bei den Verhandlungen ein Klotz am Bein. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung</p>
<p>Zum Scheitern der Hartz-IV-Verhandlungen im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat erklärt Sven Lehmann, Landesvorsitzender der GRÜNEN NRW:</p>
<p>&#8220;Die Bundesregierung hat das Existenzminimum der Ärmsten in dieser Gesellschaft zur Basarware gemacht. Sie hatte nie wirklich Interesse, die Hartz IV-Regelsätze verfassungskonform und armutsfest zu gestalten. Die FDP war bei den Verhandlungen ein Klotz am Bein. Sie hat erneut den Beweis dafür geliefert, dass sie sich zwar für Millionen-Geschenke für Hoteliers, aber für die Millionen von Armen in dieser Gesellschaft nicht erwärmen kann.</p>
<p>Wir GRÜNE sehen gerade für NRW akuten Handlungsbedarf. Mehrere Hunderttausend HartzIV-EmpfängerInnen brauchen dringend eine Existenzgrundlage, die ihnen Teilhabe ermöglicht. Im vergangenen Jahr galt in NRW allein ein Viertel aller Minderjährigen als arm – das sind rd. 770.000 Kinder und Jugendliche. Dabei handelt es sich nicht nur um Bildungsarmut, sondern auch um materielle Armut.</p>
<p>Die Bundesregierung ist nun dringend aufgefordert, einen neuen verfassungsfesten Vorschlag zu machen. Das Existenzminimum darf nicht auf der Basis der Haushalte errechnet werden, die selbst nur das Existenzminimum haben. Deswegen haben wir zusammen mit Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Arbeitsloseninitiativen immer gefordert, die 20% der niedrigsten Einkommen bei der Regelsatzberechnung zu Grunde zu legen.</p>
<p>Wir raten Leistungsempfängern, ihren Rechtsanspruch einzuklagen und damit Druck auf Bundesregierung auszuüben.&#8221;</p>
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		</item>
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		<title>Nachbessern, Frau von der Leyen!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 17:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Verabschiedung der Hartz IV-Reform heute im Deutschen Bundestag erklären der Landesvorsitzende der NRW-Grünen, Sven Lehmann, und Andrea Asch MdL, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion: &#8220;Diese Reform ist ein Hohn für viele Menschen, die keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Die Erhöhung der Regelsätze für Langzeitarbeitslose um gerade einmal fünf Euro ist nicht mehr als ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-size: x-small;"><em>Zur Verabschiedung der Hartz IV-Reform heute im Deutschen Bundestag erklären der Landesvorsitzende der NRW-Grünen, <strong>Sven Lehmann</strong>, und <strong>Andrea Asch </strong>MdL, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion:</em></span></div>
<p><span style="font-size: x-small;">&#8220;Diese Reform ist ein Hohn für viele Menschen, die keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Die Erhöhung der Regelsätze für Langzeitarbeitslose um gerade einmal fünf Euro ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.&#8221;</p>
<p>Andrea Asch, MdL: &#8220;Die Bundesregierung hat politisch motiviert die Grundlage für die Regelsätze bewusst niedrig gerechnet. Die Anforderung des Bundesverfassungsgerichtes, ein transparentes Verfahren zur Ermittlung der Sätze zu Grunde zu legen, ist nicht erfüllt. Wir brauchen deutlich höhere Regelsätze von mindestens 420 Euro monatlich. Mit dieser Forderung stehen wir an der Seite der Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Kirchen und Arbeitslosen-Initiativen, die die mangelnde Teilhabe von Menschen ohne Erwerbsarbeit einschätzen können. Die Bundesregierung streut außerdem Sand in die Augen der Städte und Gemeinden. Wenn die Reform der Soziallasten wirklich die Kommunen entlasten soll, dann muss der Bund endlich die Hälfte der Soziallasten wie bei den Kosten der Unterkunft übernehmen.&#8221;</p>
<p>Sven Lehmann ergänzt: &#8220;Bei der Zukunft der sozialen Sicherung geht es uns Grünen aber nicht nur um Regelsätze &#8211; das gesamte System muss auf den Prüfstand. Wir fordern verbesserte Zuverdienstmöglichkeiten und einen Stopp der Gängelung von Arbeitssuchenden durch einige Arbeitsagenturen. Und wir müssen die Bedarfsgemeinschaften schnellstmöglich abschaffen, damit jeder und jede Einzelne einen Anspruch auf Existenzsicherung hat. Heute haben vor allem viele Frauen keinen Anspruch auf eigene Leistungen, weil sie in einer Bedarfsgemeinschaft leben. All dies erfüllt die jetzige Reform nicht. Es ist gut, dass NRW sie im Bundesrat ablehnen und auf Nachbesserungen drängen wird.&#8221;</p>
<p></span></p>
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		</item>
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		<title>Mehr Verteilungsgerechtigkeit wagen!</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 07:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Grünes]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Zahlen und ein sperriges Wort – ein Konflikt könnte unscheinbarer kaum sein. Am Sonntagmorgen diskutiert der grüne Parteitag in Freiburg über die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung. Seit Jahren vermeidet die Partei eine klare Positionierung, wie die Bemessungsgrenze in Zukunft ausgestaltet sein soll. Dabei ist eine konkrete Festlegung in dieser auf den ersten Blick unscheinbaren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Zahlen und ein sperriges Wort – ein Konflikt könnte unscheinbarer kaum sein. Am Sonntagmorgen diskutiert der <a href="http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/bundesdelegiertenkonferenz-in-freiburg.html">grüne Parteitag in Freiburg </a>über die <strong>Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung</strong>. Seit Jahren vermeidet die Partei eine klare Positionierung, wie die Bemessungsgrenze in Zukunft ausgestaltet sein soll. Dabei ist eine konkrete Festlegung in dieser auf den ersten Blick unscheinbaren Frage in Wirklichkeit eine entscheidende Bewährungsprobe für unseren <strong>sozialpolitischen Anspruch</strong> als Grüne.</p>
<p>Das politische Tagesgeschäft dreht sich im Moment vor allem um die Laufzeitverlängerungen, um Stuttgart 21 und um die Frage, ob die Grünen zur neuen Volkspartei werden. Die Freude über steigende Umfragewerte und das ungeahnte Wählerpotential sind riesig, aber die strategische Antwort auf die <strong>Herausforderungen einer 20-Prozent-Partei</strong> muss durch programmatische Schärfung erfolgen. In der Sozial-, Gesundheits- und Finanzpolitik entscheidet sich in den kommenden Jahren, ob wir Grüne wirklich die Partei des Allgemeinwohls sind, oder ob wir uns davor drücken, Besserverdienende und Vermögende stärker an der Finanzierung des Sozialstaats zu beteiligen.</p>
<p>In Zeiten knapper Kassen mehren sich die Stimmen, die Sozialpolitik endlich vom altbackenen Verteilungsdiskurs trennen wollen. An die Stelle der klassischen Sozialpolitik tritt immer stärker die Frage von Bildungschancen, Teilhabe und Integration. Zweifellos sind das zentrale Themen. Aber wer die <strong>Verteilungsfrage</strong> außer acht lässt oder gar bewusst übergeht, der ignoriert damit die soziale Realität in dieser Gesellschaft. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in den letzten Jahren massiv gewachsen, die Mittelschicht schrumpft. Immer mehr „Risikogruppen“ wie Alleinerziehenden, Erwerbslosen etc. bleibt eine Teilhabe an dieser Gesellschaft verwehrt. Dafür nur das selektive Bildungssystem verantwortlich zu machen, wäre deutlich zu kurz gesprungen. Mit einer gerechten Steuer- und Sozialpolitik müssen wir der wachsenden Ungleichheit in Zukunft endlich wieder aktiv entgegenwirken. Wir Grüne dürfen uns deshalb nicht auf gerechte Bildungschancen beschränken, sondern müssen uns auch als <strong>Partei der Verteilungsgerechtigkeit</strong> profilieren.</p>
<p>Doch was hat das mit der Beitragsbemessungsgrenze zu tun? Die Finanzierung des Gesundheitssystems ist eine der zentralen Stellschrauben für die Antwort auf die soziale Frage. Unser Nein zu Röslers unsozialer Gesundheitspolitik ist auch ein klares Ja zu mehr Solidarität. Wir Grüne sprechen uns zu Recht für die Einbeziehung aller Einkommensarten und Berufsgruppen in eine <strong>solidarische Bürgerversicherung</strong> aus. Diese Verbreiterung der Finanzierung ist ein wichtiger Schritt – aber es darf nicht der Einzige bleiben. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung führt zu absurden Effekten. Bis zu einem Einkommen von gut 60.000 Euro im Jahr steigt die Belastung durch Steuern und Abgaben progressiv an, durch den Wegfall der Krankenkassenbeiträge für Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze sinkt die prozentuale Last jedoch wieder ab. Das ist der Hauptgrund, warum mittlere Einkommen bei uns im internationalen Vergleich besonders belastet sind, obwohl wir eine der niedrigsten Steuerquoten haben.</p>
<p>Unser sozialpolitischer Anspruch muss sich an den Diskussionen und Beschlüssen auf dem Parteitag messen lassen. Die heutige<strong> Beitragsbemessungsgrenze</strong> liegt aktuell bei 3.750 Euro. Für die grüne Forderung zur zukünftigen Höhe stehen die Werte 4.162,50 Euro und 5.500 Euro zur Abstimmung. Durch die Einführung der solidarischen Bürgerversicherung würde gleichzeitig die Möglichkeit genommen, sich dem Solidarausgleich der Gesetzlichen Krankenversicherung zu entziehen und in die bisher subventionierte Privatversicherung zu wechseln. Entscheidet sich der Parteitag für die 5.500 Euro, dann hätte allein das laut einer Studie im Auftrag der Bundestagsfraktion einen Entlastungseffekt auf den Beitragssatz von immerhin 0,8 Prozentpunkten – der Effekt der geringeren Anhebung wäre mit 0,3 Prozentpunkten nicht einmal halb so groß. Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze darf aber nicht die einzige Forderung bleiben, schließlich verschiebt sie das Problem nur in höhere Einkommensgruppen. Der Parteitag muss zudem klar machen, dass wir Grüne im Rahmen eines umfassenden Steuer- und Abgabenkonzepts die verrückten Belastungseffekte der Beitragsbemessungsgrenze ausgleichen und beheben werden, um für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen.</p>
<p>Es geht also auch um die Frage, ob wir Grüne den Mut haben, für das Solidarprinzip einzutreten und konkret zu benennen wie das Gesundheitssystem in Zukunft finanziert werden soll. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz muss hier ein klares Zeichen gesetzt werden. Wir Grüne dürfen uns nicht im Lichte guter Umfrageergebnisse und steigender Zustimmung  sonnen, sondern müssen mit klugen Konzepten eine <strong>starke Stimme für Verteilungsgerechtigkeit</strong> sein.</p>
<p><em>Gesine Agena, Bundessprecherin der Grünen Jugend</em></p>
<p><em>Rasmus Andresen, MdL Schleswig-Holstein</em></p>
<p><em>Emily Büning, Bundessprecherin der Grünen Jugend</em></p>
<p><em>Sven-Christian Kindler, MdB</em></p>
<p><em>Sven Lehmann</em><em>, Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen</em></p>
<p><em>Max Löffler</em></p>
<p><em>Marlene Löhr, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein</em></p>
<p><em>Agnieszka Malczak, MdB</em></p>
<p><em>Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Integration bedeutet auch: Recht auf frühkindliche Bildung!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 09:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[In der aktuellen Debatte um die Sarrazin-Thesen stürzt sich ein Teil der medialen Übermacht mal wieder auf Defizite, Versäumnisse, Ängste. Das ist nicht illegitim, trotzdem sollten wir stärker die Lösungen der beschriebenen Probleme diskutieren. Es wird zu Recht immer darauf hingewiesen, dass Bildung der Schlüssel zu Teilhabe und Chancen ist &#8211; und Bildung beginnt schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In der aktuellen Debatte um die Sarrazin-Thesen stürzt sich ein Teil der medialen Übermacht mal wieder auf Defizite, Versäumnisse, Ängste. Das ist nicht illegitim, trotzdem sollten wir stärker die Lösungen der beschriebenen Probleme diskutieren. Es wird zu Recht immer darauf hingewiesen, dass <strong>Bildung </strong>der Schlüssel zu Teilhabe und Chancen ist &#8211; und Bildung beginnt schon weit vor der Schule. Daher passt der aktuelle Diskussionsbeitrag von <a href="http://katja-doerner.de/">Katja Dörner </a>und mir im neuen <a href="http://www.gruene-partei.de/cms/themen_mitgliederzeitschrift/rubrik/0/157.schraegstrich.htm"><strong>schrägstrich</strong></a> auch zur Debatte um Integration und um Chancen. Wir fordern darin, das Recht jedes Kindes auf frühkindliche Förderung ernst zu nehmen und die Kita als erste Stufe des Bildungssystems zu stärken. Ein Debattenbeitrag:</em></p>
<p>Jedes Kind hat ein Recht darauf, frühzeitig und bestmöglich gefördert zu werden. Frühe Bildungsangebote eröffnen enorme Chancen: Durch den Besuch einer Kinder­krippe erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, das Gymnasium zu besuchen, um insgesamt fast 40 Prozent, bei Kindern aus Zuwandererfamilien sogar um 55 Prozent. In unserer Gesellschaft wird die Bedeutung der vorschulischen Kita leider noch immer unterschätzt. Dies drückt sich nicht nur in den Anforderungen an die Qualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher, deren unangemessen niedriger Bezahlung und in den Kita-Gebühren aus, sondern auch in der reinen Freiwilligkeit des Kita-Besuchs.</p>
<p>Die von uns Grünen geforderte Gebührenfreiheit wird nicht dazu führen, allen Kindern den Besuch der Kita zu ermöglichen. Deshalb sollte die Kita zumindest im Jahr vor der Einschulung verpflichtend sein. Wichtig ist: Zu einer „Verschulung“ der Kita zum Beispiel mit Lernen nach festen Curricula etc. darf es nicht kommen. Es geht um spielerisches Lernen, um die gemeinsame Entwicklung, um ein Voneinanderlernen und auch um besondere Angebote für die Kinder, die in ihren Familien kaum Anregungen erfahren.</p>
<p>Dass ein großer Teil der Eltern offen für eine Kitapflicht ist, zeigt eine Forsa-Umfrage der Zeitschrift „Eltern“: 70 Prozent befürworteten eine Kindergartenpflicht für einen &#8220;Halbtagsplatz ab dem vierten, spätestens dem fünften Geburtstag&#8221;. Eine Kita-Pflicht würde auf institutioneller Ebene eine längst überfällige Aufwertung der Kita mit sich bringen und auf individueller Ebene dem Recht jedes einzelnen Kindes auf Bildung, auf frühzeitige Förderung und gleiche Chancen Nachdruck verleihen.</p>
<p>Dieses Recht muss ständig auf unserer politischen Agenda sein. Bund, Länder und Kommunen wären verstärkt in der Pflicht, die Kitas besser und damit endlich angemessener auszustatten. Viele Gründe, eine Kitapflicht ernsthaft zu diskutieren.</p>
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		<title>FDP und Westerwelle – Biedermann und Brandstifter</title>
		<link>http://sven-lehmann.eu/2010/02/14/fdp-und-westerwelle-%e2%80%93-biedermann-und-brandstifter/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 20:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grünes]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Westerwelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Und noch ein Beitrag von mir auf dem Blog der Grünen NRW: In dem 1958 uraufgeführten Schauspiel „Biedermann und die Brandstifter“ zeichnet Max Frisch das Portrait des Kleinbürgers und Opportunisten Gottlieb Biedermann. Dieser  beherbergt den Hausierer Schmitz auf seinem Dachboden und erkennt relativ schnell, dass er und sein Kumpan in seinem Haus Feuer legen werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und noch ein Beitrag von mir auf dem <a title="Der Beitrag auf dem Grüne NRW-Blog" href="http://blog.gruene-nrw.de/2010/02/14/fdp-und-westerwelle-biedermann-und-brandstifter/">Blog der Grünen NRW</a>:</p>
<blockquote><p>In dem 1958 uraufgeführten Schauspiel „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biedermann_und_die_Brandstifter">Biedermann  und die Brandstifter</a>“ zeichnet Max Frisch das Portrait des  Kleinbürgers und Opportunisten Gottlieb Biedermann. Dieser  beherbergt  den Hausierer Schmitz auf seinem Dachboden und erkennt relativ schnell,  dass er und sein Kumpan in seinem Haus Feuer legen werden.  Willensschwach und ängstlich ist Biedermann jedoch nicht fähig, den  Pyromanen Einhalt zu gebieten. Er und seine Frau kommen in dem Hausbrand  um. Das Feuer greift auf die Nachbarhäuser über und die gesamte Stadt  brennt ab.</p>
<p>Anno 2010 schickt sich die FDP an, das Drama auf ihre ganz eigene Art  zu interpretieren: Sie führt einfach beide Hauptrollen in ihrem  Politikstil zusammen. Nach dem <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20100209_1bvl000109.html">Urteil  des Bundesverfassungsgerichtes zur Berechnung der Hartz IV-Regelsätze </a>war  vom jetzigen Bundesaußenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,677163,00.html">zu  lesen</a>, die Debatte nach dem Urteil habe „sozialistische Züge“ und  eine Anhebung der Regelsätze wäre mit „spätrömischer Dekadenz“  vergleichbar. Damit stiftet er bewusst den Brand einer Neiddebatte, die  am eigentlichen Kern des Urteils völlig vorbei geht – nämlich der Frage  nach Menschenwürde und Teilhabe in unserer Gesellschaft für jede  Bürgerin und jeden Bürger.</p>
<p>Westerwelles Leistungsethos beschränkt sich offenbar auf Hotelmogule  und Inhaber einer privaten Krankenversicherung, sonst hätte er zur  Kenntnis genommen, dass es auch in Deutschland zum Beispiel working poor  gibt, die trotz harter Arbeit von Armut bedroht sind und die auf  ergänzende staatliche Leistungen angewiesen sind. Doch wie soll dies  auch jemanden erreichen, der nicht erst seit jetzt von der  Lebensrealität vieler Menschen abgekoppelt ist.</p>
<p>Falls die FDP auch erkannt haben sollte, dass soziale Spaltung eine  Realität ist, könnte sie ja einen Gesetzesentwurf für flächendeckende  Mindestlöhne in den Bundestag einbringen. Oder die Hartz IV-Regelsätze  erhöhen. Oder eine elternunabhängige Kindergrundsicherung einführen.  Stattdessen schauen sie zu und hoffen, dass ihr brandstiftendes Zugpferd  es schon richtig machen werde. Allein der wahlkämpfende FDP-Vize  Andreas Pinkwart <a href="http://www.tagesschau.de/inland/pinkwartwesterwelle100.html">meldete  sich zu Wort </a>– jedoch nicht, um Westerwelles Gedankengut zu  kritisieren, sondern mit der Aufforderung, Verantwortung innerhalb der  Partei zu teilen.</p>
<p>Zur Ehrenrettung von Gottlieb Biedermann sei übrigens erwähnt, dass  dieser eher aus Naivität, Feigheit und Dummheit – also unbewusst – die  Brandlegung ermöglicht. Die Politik des marktradikalen Fundamentalismus  lässt indes eher den Schluss zu, dass Ausgrenzung und Beschämung von  Schwächeren bei der FDP System haben.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschland, ein Suppenküchenstaat?</title>
		<link>http://sven-lehmann.eu/2009/12/10/deutschland-ein-suppenkuchenstaat/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 20:34:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grünes]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch den folgenden Beitrag habe ich für das Grüne NRW-Blog geschrieben: Stille Nacht, heilige Nacht? Oh Du Fröhliche? Fröhliche Weihnacht – wirklich überall? Weihnachten ist im christlichen geprägten Deutschland die Zeit der Besinnung, der Familie, der Einkehr. Und die Zeit der Kirchen. Mitten in die vorweihnachtliche Adventsstimmung platzt die ARD am kommenden Mittwoch nun mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch den folgenden Beitrag habe ich für das <a title="Deutschland, ein Suppenküchenstaat? auf dem Blog der Grünen NRW" href="http://blog.gruene-nrw.de/2009/12/10/deutschland-ein-suppenkuchenstaat/">Grüne NRW-Blog</a> geschrieben:</p>
<blockquote><p>Stille Nacht, heilige Nacht? Oh Du Fröhliche? Fröhliche Weihnacht –  wirklich überall? Weihnachten ist im christlichen geprägten  Deutschland die Zeit der Besinnung, der Familie, der Einkehr. Und die  Zeit der Kirchen. Mitten in die vorweihnachtliche Adventsstimmung platzt  die ARD am kommenden Mittwoch nun mit einem Film zu einem Thema, das  uns für einem Moment aus vorweihnachtlicher Beschäftigkeit und Konsum  herausreißen dürfte: <strong>Armut</strong>. “<a href="http://programm.daserste.de/pages/programm/detail.aspx?id=SC9F4UQVsHbBy7IXxumLjg==">Arm  und abgeschrieben – Wer hilft aus der Krise?</a>” ist der Titel einer  Reportage von Clara Walther und Alessandro Nasini, die die provokante  Frage stellt: “Ist Deutschland auf dem Weg in den Almosen- und  Suppenküchenstaat”?</p>
<p>Die Frage ist berechtigt, denn in den letzten Jahren hat nicht nur  Armut im reichen Deutschland, sondern auch – als eine der sichtbaren  Folgen – die Zahl der Suppenküchen, Tafeln und Wohlfahrtsaktivitäten  massiv zugenommen, allen voran die der großen Kirchen. Während die <a href="http://www.tafel.de/">Tafeln</a> weitestgehend auf Gemeindeebene  organisiert und konfessionell neutral sind, firmieren die meisten der  “Armenspeisungen” und Kleiderausgaben unter dem Dach kirchlicher  Organisationen wie der <a href="http://www.caritas.de/">Caritas</a>.</p>
<p>Gerade in Zeiten, in denen durch die schwarz-gelbe Bundes- und  Landesregierung die Handlungsfähigkeit des Staates (und damit der  Gemeinschaft) durch unsoziale Steuersenkungen und Zermürbung der  öffentlichen Haushalte immer weiter eingeschränkt wird, stellt sich die  Frage, ob das Engagement der Kirchen Armut lindert oder zementiert.  Sicherlich sind die Lebensmittel- und Kleiderausgaben für vielen  Menschen in Armut und Not eine der wenigen Hilfen, auf die sie sich  stützen können. Gleichzeitig wird damit aber politisch der  Privat-vor-Staat-Ideologie Vorschub geleistet. Dabei muss ein <strong>Sozialstaat  des 21. Jahrhunderts</strong> allen Menschen Existenz sichern und vor  allem Teilhabe garantieren, durch eine ausreichend hohe  Existenzsicherung, gute Bildung von Anfang an, das Recht auf eine warme  Mahlzeit für jedes Kind, gesundheitliche Versorgung und und und. Dies  ist eine öffentliche Aufgabe. Einen “armen Staat” können sich eben nur  Reiche leisten.</p>
<p>Der kritische Blick des ARD-Beitrags verspricht spannend zu werden –  und wird hoffentlich die Debatte darüber weiter befördern, dass “Privat  vor Staat” eine Ideologie ist, die Menschen zu Bittstellern macht,  anstatt ihnen Rechte und Teilhabe zu garantieren und zu sichern.</p></blockquote>
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