Wolfram Weimer schwächt Kino und Film
Zum Kabinettsbeschluss für den Haushalt 2027 und zu den geplanten Kürzungen bei der Film- und Kinoförderung erklärt Sven Lehmann MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur & Medien und Berichterstatter der GRÜNEN für Filmpolitik:
„Der geplante Kultur-Haushalt von Wolfram Weimer ist ein schwerer Rückschlag für die Film- und Kinobranche. Noch im letzten Jahr hatte Weimer die Verdoppelung der Filmförderung als großen Aufbruch verkauft. Jetzt zeigt sich: Das war nur ein kurzes Strohfeuer. Die notwendige Planungssicherheit für die Filmbranche bleibt aus.
Die Mittel für die Filmförderung sollen um mehr als 35 Millionen Euro auf 214 Millionen Euro gekürzt werden. Gleichzeitig sind für das Zukunftsprogramm Kino überhaupt keine Mittel mehr vorgesehen. Das ist fatal für eine der wichtigsten Kreativbranchen in Deutschland.
Gerade das Zukunftsprogramm Kino hat in den vergangenen Jahren unzähligen Kinos geholfen, ihre Häuser zu modernisieren, Barrierefreiheit zu schaffen und in eine zukunftsfähige Infrastruktur zu investieren. Dieses erfolgreiche Programm einfach auslaufen zu lassen, sendet ein verheerendes Signal an die Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber im ganzen Land.
Wer die kulturelle Vielfalt stärken und den Filmstandort Deutschland wettbewerbsfähig halten will, darf die Branche nicht mit leeren Versprechen abspeisen. Wolfram Weimer erweist sich mit diesem Haushalt als unzuverlässiger Minister für die Film- und Kinobranche. Statt Planungssicherheit gibt es Kürzungen.
Die Koalition sollte diese Fehlentscheidung im parlamentarischen Verfahren korrigieren. Deutschland braucht eine verlässliche Filmförderung und ein Zukunftsprogramm Kino, das seinen Namen verdient.“
